Der 26. Sport- und Spieltag in Marthalen konnte am vergangenen
Sonntag abermals als Erfolg verbucht werden – ungeachtet des launischen
Wetters.
Marthalen: Wie sieht das Rezept eines erfolgreichen Dorfanlasses aus? Der Sportclub
Marthalen muss es kennen. Schon zum 26. Mal wurde der Sport- und
Spieltag erfolgreich durchgeführt, und wie schon im vergangenen Jahr
lockte er auch heuer wieder Sportler und Besucher aus ganz Marthalen und
Umgebung an.
Die Zutaten? Man nehme das erste Wochenende der sehnlichst erwarteten
Sommerferien, viel Ideenreichtum und eine gemütliche Festbeiz. Hinzu
kommt das Konzept, das jeweils dem Spass den grössten Stellenwert
einräumt. Sudokus austüfteln, Minigolf spielen, darten, kegeln,
Mostkrugstossen (Vereinswettkampf) oder doch Parcours laufen? Hunderte
Teilnehmer, vom Kindergartenkind bis hin zum Senior, hatten in Marthalen
die Wahl.
Berüchtigtes Wasservolleyball
Spiele waren so konzipiert, dass ein jeder
sie spielen konnte; ungeachtet des Geschlecht oder Alters. Dank diesen
Zutaten herrschte am vergangenen Sonntag wieder Hochbetrieb auf dem
Gelände der Sekundarschule Marthalen. Hier verbrachten die Besucher
trotz des launischen Wetters noch so gerne ihren Sonntagnachmittag.
Fehlende Sommerhitze und gelegentliche Regentropfen taten der Stimmung
keinen Abbruch – etwa beim mittlerweile berühmt-berüchtigten
Wasservolleyball. Die Vereine treten dabei nicht mit einem herkömmlichen
Volleyball gegeneinander an.
Ein mit Wasser gefüllter Ballon sorgt stattdessen für explosive Verhältnisse, Spannung beim Zuschauer und nicht zuletzt für nasse Turnerhosen. Ähnliche Wirkung zeigten auch Kinderspiele mit der Wasserpistole, die den Regen sofort vergessen machten. Wenn die Kleinen keine Lust (mehr) auf Bewegung hatten, konnten sie stattdessen werkeln: Ein Bastelzelt liess der Kreativität der Kinder freien Lauf. Sogar ein Schätzwettbewerb fand statt. Gewonnen haben ihn Fränzi Murer und Irene Heinrichson. Den Vereinswettkampf für sich entscheiden konnte der TV Marthalen. «Das waren die Glücklichsten», sagte OK-Präsident Roger Gehrig. Es seien wie jedes Jahr viele Vereine gekommen, und sie hätten wie immer Plausch gehabt. Das Resultat sei überdies zweitrangig. «Vor allem, weil jeder, der mitmacht, auch beschenkt wird», so Gehrig.